13.04.2012 - 19.05.2012
Natasha Akhmerova und die Barbarian Art Gallery freuen sich besonders eine Einzellausstellung des international anerkannten Zürcher Künstlers MARCK präsentieren zu können. Unter dem Titel „No Way Out – Kein Weg zur Freiheit“ zeigt uns MARCK eine Selektion seiner neusten VIDEOSKUPTUREN.
„Was macht MARCK? Es sperrt Frauen ein. In Metallkisten versuchen sie einen Ausweg zu finden, ausgesetzt auf einer Holzplanke, schwebend im Raum, von einer schwingenden Sichel bedroht, im Wasser schwimmend, eingesperrt durch vier Wände, kämpferisch tanzend zwischen Dornen – kein Weg zur Freiheit. Gefangen und unbefreibar durch äussere Umstände. Oder sind es die Eigenen?
MARCK schafft es uns die Urangst zu präsentieren. Seine Umsetzungen des Themas schrecken ab, machen betroffen und strahlen eine enorme Anziehungskraft aus. Anmutig bewegt sich die „Mutter“, ausweglos und gleichzeitig formal selbstbewusst, kämpferisch und willens zu überleben. In der klaustrophobischen Situation liegt die Kraft – „Ich schaffe es“. Formalästhetisch perfekt umgesetzt, ohne mit dem Zeigefinger zu wedeln, sind MARCK’s Arbeiten Ausdruck der grundsätzlichen, menschlichen Befindlichkeit, die wir alle seit Geburt durchs Leben tragen – die Angst zu scheitern, eingesperrt und gefangen zu sein oder gar sterben zu müssen?
Es ist nicht nur die Kraft der Filme, es ist die intelligente Kombination des Filmes mit den verwendeten Materialien – TV’s, der sichtbar werdenden Technik, (Kabel, Platinen, Gehäuse etc.) und Bearbeitung des Oberflächenmaterials. Die Kombination ergänzt sich optimal, unterstützt und entwickelt das „Video“ zu einer VIDEOSKULPTUR. „Pandoras Box“ gilt hier als sehr gut nachvollziehbares Paradebeispiel. Die eingesperrte Frau in der Kiste. Das Werk wirkt auch wie eine Performance, es bewegt sich, es ist lebensgross und sehr realistisch. Eigentlich „nur“ ein Video aber durch die 3-Dimensionalität und die spezielle Präsentation im Raum wird die Arbeit zu etwas Neuem. Zu einer VIDEOSKULPTUR.
Die Frau die Sie sehen, die kämpferisch, zuversichtlich, willens zu gewinnen ist; diese Frau heisst Sandra und ist MARCK’s Lebenspartnerin. Sandra ist Tänzerin, Schauspielerin und Mutter.
Marck arbeitete lange in Zürich als „handy man“ und nahm regelmässig an diversen Ausstellungsprojekten in der Schweiz teil. Seit 2005 ist er Mitglied der Künstlergruppe und des Ausstellungsprojektes LICHT FELD aus Basel.“
Fredy Hadorn
Seitdem ist MARCK sehr erfolgreich geworden und hat an internationalen, wichtigen Ausstellungen und Messen teilgenommen; wie an der SCOPE in Basel, in NYC und in Miami, sowie an der Hamptons in Basel, an der Contemporary Art Fair in Istanbul und an der Art Moscow.
MARCK’s Werk wird mittlerweile in den USA, Kanada, Frankreich, Türkei, Schweiz, Rumänien, Seoul, Lybanon, Deutschland, Holland und Italien durch renommierte Privatsammlungen vertreten. MARCK’s Arbeiten befinden sich auch in internationalen öffentlichen Sammlungen, wie im Doosan Artcenter Seoul, in der Borusan Holding Collection Istambul sowie in der Grande Finale Sammlung in Freland, Frankreich.